Jessica Gillingwater

Mezzo-Soprano

Die in London geborene Mezzosopranistin Jessica Gillingwater blickt auf eine vielseitige Karriere als Solistin sowie als Sängerin in Consorts und Ensembles in Großbritannien und ganz Europa zurück. Sie wird von David Pollard und Antonio Lemmo ausgebildet.

Zu den jüngsten Höhepunkten im Opernbereich zählen die Rolle der Eve in Jonathan Finneys A Kind Man, die Sorceress in Dido and Aeneas mit den BBC Singers sowie Lavinia in Dido’s Ghost mit dem Dunedin Consort beim Buxton International Festival.

Im Konzertbereich trat sie zuletzt unter anderem mit Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen (Hertford Chamber Orchestra), Berlioz’ Les Nuits d’été und Bergs Sieben frühen Liedern (South East London Orchestra), Elgars Sea Pictures (London Gay Symphony Orchestra) sowie Bernsteins Jeremiah Symphony (BBC Symphony Orchestra in der Saffron Hall) auf. Weitere nennenswerte Auftritte umfassen Duruflés Requiem – sowohl unter Andrew Nethsinga mit dem Chor der Westminster Abbey als auch unter Stephen Cleobury mit dem BBC Concert Orchestra am King’s College Cambridge –, Coplands In the Beginning mit dem Hugo-Distler-Chor Berlin sowie die Rolle der Mrs. Noye in Brittens Noye’s Fludde unter der Leitung von Martyn Brabbins in der Southwark Cathedral.

Jessica hegt eine besondere Vorliebe für das zeitgenössische Repertoire; so interpretierte sie unter anderem Boulez’ Le Marteau sans maître sowie Ligetis Aventures und Nouvelles Aventures gemeinsam mit dem Ensemble Psappha in Hallé St Peter’s.

Auch als Liedsängerin ist sie versiert: Ihr Repertoire umfasst Schumanns Frauenliebe und Leben, Wagners Wesendonck-Lieder und Brittens Cabaret Songs sowie Programme, die sich der Musik von Fanny Mendelssohn, Medtner, Strauss, Brahms und Mahler widmen.

Ihr umfangreiches Oratorienrepertoire beinhaltet Händels Messiah, Elgars The Apostles und The Dream of Gerontius, Bachs Matthäus-Passion, Johannes-Passion und h-Moll-Messe, Mendelssohns Elias, Rossinis Petite Messe solennelle und Stabat Mater sowie Verdis Requiem.

Jessica ist Mitglied des Ensembles EXAUDI, wo sie zudem als Finanzdirektorin im Leitungsteam tätig ist. Sie war bis Anfang 2025 mehr als sieben Jahre lang Mitglied der BBC Singers und tritt regelmäßig mit Ensembles wie dem RIAS Kammerchor, Dunedin Consort, Solomon’s Knot, The Carice Singers, London Choral Sinfonia und The Marian Consort auf.

Führende Mezzosopranistin

Die Bühne im Bann

Charlottes Arie aus „Werther“ (Massenet)

In der Rolle der Charlotte vermittelt Jessica Zärtlichkeit, inneren Konflikt, Mitgefühl und stille Stärke. Ihr warmer, klarer und ausdrucksstarker Klang verbindet kraftvolles Legato-Gesang mit emotionaler Nuancierung. Jessica liebt die Hingabe der französischen Romantik, da diese Musik kompromisslos sentimental und voller ungefilterter emotionaler Kraft ist.

Hauptdarstellerin

Jess beweist in dieser Interpretation von Delilas Arie ihre Kraft und Stärke. Mon cover s’ouvre a ta voix by Saint-Saens.

Gerontius

Jess liebt die Kraft und die Gelassenheit dieses großartigen Meisterwerks der englischen Romantik. Die Partie des Engels zählt zu ihren liebsten Oratorien-Engagements – eine Rolle, zu der sie immer wieder zurückkehrt. Die Musik spannt den Bogen von höchster Dramatik bis hin zu tiefster, erhabener Ruhe und ist für die Interpretin ein mitreißendes Erlebnis.

Jess widmet sich mit Begeisterung dem Oratoriengesang; sie ist in der Musik von Bach ebenso zu Hause wie bei Verdi oder bedeutenden zeitgenössischen Werken. Als hervorragende Interpretin von Elgars Musik hat sie in diesem Jahr bereits zweimal „The Music Makers“ aufgeführt sowie „Sea Pictures“ mit dem Croydon Symphony Orchestra gesungen.

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